(09.02.2010)
Frankfurt – Im Vergleich zu anderen Ländern wird Deutschland als Immobilienstandort seit Beginn der Finanzkrise von vielen Investoren im Ländervergleich positiv bewertet. Als Grund wird die geringere Volatilität des hiesigen Marktes angeführt. Auch für 2010 schätzt die überwiegende Mehrheit der Investoren und Unternehmen den deutschen Immobilien-Investmentmarkt als attraktiv ein. Das ist ein Ergebnis der jährlichen Trendumfrage der Ernst & Young Real Estate GmbH bei rund 100 Unternehmen und Investoren. Befragt wurden unter anderem Banken, geschlossene Immobilienfonds, Immobilien-AGs/REITs, institutionelle Investoren, Kapitalanlagegesellschaften, Opportunity/Private Equity Funds, Versicherungen und Wohnungsgesellschaften. Über 80 Prozent der Befragten rechnen allerdings damit, dass der Höhepunkt der Krise hinsichtlich der Flächennachfrage, Mieten und Zahlungsmoral noch nicht erreicht ist. Für dieses Jahr wird ein Transaktionsvolumen von etwa 16 bis 18 Milliarden Euro bei Gewerbe- und Wohnimmobilien prognostiziert. „2010 wird das Transaktionsvolumen zwar erstmalig seit Beginn der Krise wieder anziehen, größere Gewerbe-Portfoliotransaktionen und Notverkäufe werden jedoch erst gegen Ende des Jahres erwartet“, sagt Hartmut Fründ, Managing Partner der Ernst & Young Real Estate GmbH. „Der Markt befindet sich weiterhin in der Konsolidierungsphase. Obwohl die Finanzierungsvolumina zugenommen haben, sind Bestandshalter mit steigendem Leerstand und sinkenden Mieten konfrontiert“, ergänzt Christian Schulz-Wulkow, Partner bei Ernst & Young Real Estate. Bei den Nutzungsarten steht das Wohnimmobiliensegment im Fokus: „Die Nutzungsart Wohnen ist mit weniger Risiko behaftet und hat bei institutionellen Investoren deutlich an Attraktivität gewonnen“, kommentiert Schulz-Wulkow. 60 Prozent der Investoren wollen hier investieren. Auch Büro- und Einzelhandelsimmobilien werden 2010 noch von mehr als der Hälfte der Befragten nachgefragt.
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